
Home-Office & psychische Gesundheit: So gelingt die Balance
Home-Office klingt nach Freiheit, Flexibilität und mehr Zeit für sich selbst: Kein Pendeln, kein lautes Büro, kein nerviger Smalltalk an der Kaffeemaschine. Stattdessen kannst du in deiner eigenen Umgebung arbeiten, dir den Tag nach deinen Vorstellungen einteilen und vielleicht sogar in der Mittagspause einen Spaziergang machen. Das klingt verlockend, oder?
Allerdings gibt es auch eine andere Seite: Denn die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen oft. Steht der Schreibtisch zum Beispiel direkt neben dem Sofa, kann es passieren, dass du schon beim ersten Blick auf den Laptop an deine To-Do-Liste denkst, obwohl der Arbeitstag noch gar nicht richtig begonnen hat.
Home-Office und psychische Gesundheit: Was macht das Arbeiten von zu Hause mit uns?
Viele empfinden das Arbeiten von zu Hause als enorme Erleichterung, während andere mit der ständigen Erreichbarkeit kämpfen, der fehlenden Struktur und dem Druck, immer produktiv sein zu müssen. Und dies kann psychisch und mental eine echte Herausforderung sein. Hier sind ein paar typische Erfahrungen, die viele im Home-Office machen:
Morgendliche Unruhe
Der Arbeitstag beginnt – und mit ihm dieses diffuse Gefühl von Anspannung. Da der klare Übergang zwischen „Zuhause“ und „Büro“ fehlt, fühlt es sich an, als würde der Tag schon mit To Dos starten, bevor er richtig begonnen hat.
Der unsichtbare Stress
Im Büro gibt es natürliche Pausen – kurze Gespräche, ein Kaffee zwischendurch, der Weg zum Meetingraum. Im Home-Office fehlen diese kurzen Pausen, die im Büro ganz selbstverständlich sind. Dadurch fällt es vielen schwer, wahrzunehmen, wie lange sie schon ununterbrochen arbeiten.
Fehlende Trennung von Arbeit und Privatleben
Ist der Laptop immer griffbereit, ist die Versuchung groß, „nur mal eben schnell“ eine Mail zu beantworten oder noch etwas zu erledigen. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit – was auf Dauer oft als belastend erlebt wird und sich direkt auf die psychische Gesundheit auswirken kann.
Soziale Isolation
Für viele ist es eine echte Umstellung, sich nicht mit Kolleg:innen kurz zu unterhalten oder in der Mittagspause gemeinsam zu lachen. Wir sind soziale Wesen und so praktisch Zoom-Meetings auch sind, sie ersetzen nicht den echten Kontakt.
So schützt du deine psychische Gesundheit im Home-Office
Doch was nun? Du kannst einiges tun, um das Home-Office angenehmer zu gestalten und deine psychische Gesundheit zu stärken. Hier sind einige Ideen, die etwas bewirken können:
- Feste Start- und Endzeiten setzen: Klingt simpel, aber es macht einen Unterschied. Wer sich bewusst vornimmt, den Arbeitstag zu einer bestimmten Zeit zu beenden, dem fällt es leichter, den Feierabend nicht einfach nach hinten zu verschieben.
- Einen klaren Arbeitsplatz schaffen: Idealerweise trennst du deinen Arbeitsbereich von deinen Wohnräumen. Falls das nicht geht: Schaffe ein kleines Ritual, um den Arbeitstag bewusst zu beenden – zum Beispiel, indem du deinen Laptop nach Feierabend aus dem Sichtfeld räumst.
- Bewegung einbauen: Ein kurzer Spaziergang vor oder nach der Arbeit kann Wunder wirken. So signalisierst du deinem Körper: Jetzt beginnt der Arbeitstag – oder: Jetzt ist er vorbei.
- Soziale Kontakte pflegen: Plane aktiv soziale Kontakte ein, falls du wenig persönlichen Austausch hast, um das Gefühl der Isolation zu verringern. Ein Telefonat mit einer Freundin in der Mittagspause oder ein Video-Call mit Kolleg:innen kann helfen, das Gefühl der Isolation zu reduzieren.
- Bewusst Pausen machen: Schaffe dir kleine persönliche Erinnerungen – ein Bild, ein Gegenstand oder ein akustisches Signal – um kurz durchzuatmen, dich zu strecken oder einfach für ein paar Minuten abzuschalten.
- Selbstfürsorge nicht vergessen: Denn egal, ob es Sport, Meditation oder einfach ein Moment Ruhe mit einer Tasse Tee ist – kleine Rituale helfen, den Kopf freizubekommen und Stress abzubauen. Gerade im Home-Office ist das essenziell für die psychische Gesundheit.
Home-Office kann großartig sein – wenn du gut für dich sorgst
Das Arbeiten von zu Hause aus kann ein echtes Geschenk sein, aber es braucht eine gute Balance. Versuche nicht, den perfekten Home-Office-Tag zu kreieren, sondern achte vielmehr darauf, dich selbst nicht zu vergessen. Setze Grenzen, gönn dir Pausen und vor allem – das ist ganz wichtig: Finde heraus, was für dich funktioniert. Mit einem guten Wohlbefinden profitierst nämlich nicht nur du – sondern auch deine Arbeit.

Hallo, ich bin Barbara Leppelt
Ich blogge über mentale Gesundheit, weil mir ein gesundes Arbeits- und Lernumfeld sowie eine Gesellschaft am Herzen liegen, in der wir uns gegenseitig unterstützen und psychische Gesundheit genauso wichtig nehmen wie körperliche.
Ich begleite Menschen wie dich dabei, den Druck aus Alltag, Studium und Beruf zu nehmen, um wieder mehr Leichtigkeit und Ausgeglichenheit zu finden. Gemeinsam schauen wir, wie du besser für dich sorgen kannst – ohne das Gefühl zu haben, andere im Stich zu lassen.
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