
Mit mehr Bewusstsein und Selbstmitgefühl ins neue Jahr
Wie fühlst du dich am Ende des alten Jahres? Was möchtest du aus 2024 mitnehmen und was lässt du bewusst hinter dir?
Der Jahreswechsel ist ein beliebter Anlass zur Reflexion und um sich Ziele für das neue Jahr zu setzen. Für mich ist es eine Zeit, innezuhalten und mich zu fragen:
- Was habe ich im vergangenen Jahr gelernt?
- Welche Veränderungen haben mein Leben in diesem Jahr geprägt und ihm eine neue Perspektive gegeben?
- Was hat mir gut getan und was möchte ich im neuen Jahr anders machen?
Wahrnehmen und reflektieren
Es ist die Zeit, um zu reflektieren und zu spüren, was wirklich wichtig ist, bevor ich wertvolle Energie in neue Projekte und Vorsätze stecke.
Vielleicht war das vergangene Jahr herausfordernd...
Vielleicht blickst du auf ein Jahr zurück, das nicht immer einfach war. Möglicherweise gab es viele Hürden und Momente, in denen du an dir gezweifelt hast. Aber sicher gab es auch kleine Erfolge, an denen du gewachsen bist. Das neue Jahr ist eine Einladung, diese Erfahrungen mitzunehmen und gleichzeitig den Raum für neue Möglichkeiten zu öffnen.
Was wünschst du dir für das Jahr 2025?
- Was willst du wirklich verändern?
- Und vor allem: Was brauchst du, damit es dir gut geht?
Warum scheitern Neujahrsvorsätze so oft?
Wahrscheinlich hast du schon einmal davon gehört, dass die meisten Menschen ihre Neujahrsvorsätze bis Februar wieder aufgeben. Woran liegt das?
Wir neigen dazu, uns Ziele zu setzen, die viel zu hoch gesteckt oder einfach unrealistisch sind. Oder wir versuchen, alles auf einmal zu ändern – mehr Sport, weniger Stress, gesünder essen, produktiver sein – und sind damit schnell überfordert.
Wichtiger als die Ziele: Die Frage „Warum?“
Der Schlüssel liegt vielleicht gar nicht so sehr darin, welche Ziele wir uns setzen, sondern in der Frage: Was steckt hinter meinen Vorsätzen?
Willst du wirklich mehr Sport treiben, weil dein Körper sich nach Bewegung sehnt? Oder willst du dich einfach nur vitaler und entspannter fühlen? Orientierst du dich an beruflichem Erfolg oder wählst ein besonders renommiertes Studienfach, weil du dir mehr Anerkennung wünschst. Oder mehr Sicherheit? Finanzielle Unabhängigkeit?
Doch anstatt dich in der Frage „Was will ich?“ zu verlieren, frage dich auch einmal: Was brauche ich wirklich? Es geht darum, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und bewusster zu handeln. Schalte einmal den Autopiloten aus, nimm wahr, wie du jetzt gerade mit dir umgehst und entscheide dich bewusst dafür, dir selbst mit mehr Wohlwollen zu begegnen.
Achtsamkeit üben statt Perfektionismus
Es ist ganz natürlich, dass wir immer wieder den Wunsch verspüren, alles besonders gut zu machen. Doch perfektionistische Ansprüche setzen uns leider oft unter Druck und machen uns ungeduldig mit uns selbst. Das führt manchmal erst dazu, dass wir scheitern oder uns selbst aus dem Rennen werfen.
Anstatt uns selbst zu verurteilen, wenn wir ein Ziel nicht erreichen, könnten wir uns vielmehr daran erinnern, dass es nicht um Perfektion geht, sondern darum, in unserem eigenen Tempo voranzuschreiten und unsere ganz eigenen Erfahrungen zu machen.
Praktische Tipps für einen guten Start ins neue Jahr
Daher möchte ich dich ermutigen, dir Ziele zu setzen, die dich inspirieren und nicht unter Druck setzen. Auch wenn es manchmal schwerfällt: Kleine Schritte, die dir Freude machen, sind oft viel wirkungsvoller als große, hektische Veränderungen.
Und übe Nachsicht und Geduld mit dir selbst. Mach dir bewusst, dass Rückschläge vollkommen okay sind und zum Lernen dazugehören. Veränderung ist nicht immer linear, und das ist der ganze Zauber daran.
Es geht nicht um das Ziel, sondern um die Reise. Ist sie erfrischend und inspirierend oder anstrengend und erschöpfend? Was nimmst du mit? Welche Gefühle? Welche Erfahrungen?
Nun, wie kannst du deine Vorsätze für 2025 so gestalten, dass sie wirklich zu dir passen und dich entspannen? Hier sind einige Ideen für einen achtsamen und selbstfürsorglichen Start ins neue Jahr:
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Finde deine eigenen Rituale: Setze dich nicht unter Druck es wie „alle anderen“ zu machen. Lass dich nicht von vermeintlichen Protokollen und Challenges stressen!
Manchen hilft es eben, sofort mit einem Fitnessprogramm zu starten, andere brauchen erst einmal eine ruhige Zeit für sich. Vielleicht möchtest du einfach nur deine morgendliche Tasse Tee in einem Moment der Achtsamkeit genießen und spüren, was du wirklich brauchst. Oder du möchtest dich bei deinem Lieblingslied auspowern, um den hektischen Arbeitstag abzuschütteln.
Es sind deine Rituale. Sie müssen zu dir passen, damit sie dich erden oder dir Energie geben. Also, bleib bei dir und probier es einfach aus: Lass dir Raum für das, was dir im Augenblick einfach gut tut. -
Setz dir kleine, realistische Ziele: Große Vorsätze wie „täglich eine Stunde Sport“ oder „30 Bücher lesen“ wirken schnell überwältigend.
Warum nicht kleiner anfangen? Zum Beispiel, fünf Minuten am Tag an der frischen Luft verbringen oder eine entspannende Atemübung vor dem Schlafengehen machen.
Lass deiner Phantasie freien Lauf, wenn du dir Alternativen überlegst. Der nächste kleine Schritt kann oft überraschend kraftvoll sein und den Impuls für nachhaltige Veränderungen setzen. -
Impetus: Der kleine Anstoß zur Veränderung. Veränderungen brauchen oft Zeit, aber manchmal passiert einfach etwas - ein unerwarteter Moment, der alles ins Rollen bringt.
Vielleicht ist es eine neue Erkenntnis, die dir plötzlich ein Licht aufgehen lässt, oder eine kleine, unvorhergesehene Situation, die dir die Augen öffnet. Diese spontanen Impulse können ebenso kraftvoll sein wie langfristige Bemühungen.
Aber auch wenn der Moment kommt, der alles verändert, ist es wichtig, am Ball zu bleiben und sich Zeit zu geben. Veränderung ist oft eine Mischung aus geduldigem Handeln und jenen magischen Momenten, die uns den Mut geben, einen neuen Weg zu gehen. Der erste Schritt, und sei er noch so klein, bringt dich immer weiter. Und sei dir sicher: Jeder Schritt zählt, ebenso wie die Pausen dazwischen. -
Selbstmitgefühl als Superpower: Anstatt dich bei jedem Rückschlag zu kritisieren, übe dich in Selbstmitgefühl. Frage dich: „Was brauche ich jetzt, um mich gut zu fühlen?“ Distanziere dich bewusst davon dir Vorwürfe zu machen, dass du es „schon wieder“ nicht geschafft hast, und nimm dir stattdessen Zeit, liebevoll mit dir selbst zu sprechen.
Es ist okay, nicht immer alles sofort zu erreichen. Und es ist okay, das nicht zu mögen. Aber ist das nicht eigentlich bemerkenswert und von unschätzbarer Kraft? Du bewegst dich, du bist auf dem Weg und der Weg ist genauso wichtig wie das Ziel. -
Hol dir Unterstützung: Veränderung fällt leichter, wenn du nicht allein bist. Menschen, die uns begleiten, motivieren uns, spiegeln unsere Entwicklung und geben uns Halt, wenn wir mal ins Straucheln geraten.
Ob Freund, Freundin oder Mentorin - sie sind mehr als nur „strategische Helfer“. Sie sind diejenigen, die uns daran erinnern, warum wir all das tun, die uns auffangen und stärken, wenn es schwierig wird.
Suche dir jemanden, der den Weg mit dir geht - das macht nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch viel wirkungsvoller und oft für beide Seiten wohltuend inspirierend. -
Erinnerungshilfen für deine Ziele: Hast du dir schon einmal überlegt, wie du deine Ziele jetzt schon in dein Leben holen kannst?
Lege dir einen Schatz an kleinen Erinnerungshilfen an, wie z.B. Bilder, Post-Its, Kleidungsstücke, Schmuck oder Musik, die dich daran erinnern, was du erreichen und wie du dich fühlen möchtest. Lass dich von positiven Motiven und Gefühlen inspirieren, die dich sanft in die richtige Richtung leiten.
Probiere aus, welche Körperhaltung du einnimmst, wenn du dein Ziel erreichst. Ein Beispiel: Vielleicht möchtest du mehr Selbstvertrauen entwickeln. Ein kleiner Gegenstand, wie ein besonderer Ring oder ein Armband, kann dir helfen, dich selbst daran zu erinnern, was du erreichen möchtest. So wie Sportler ihre Trikots oder bestimmte Ausrüstungen tragen, um in ihre Rolle als „Gewinner“ oder „Held“ zu schlüpfen, kann ein einfaches Symbol dich an deine inneren Stärken erinnern und dir helfen, dich schon heute in die Person zu verwandeln, die du sein möchtest. Dein Ziel ist nicht nur ein abstrakter Gedanke - es wird greifbar und fühlbar!
Das neue Jahr: Deine Chance für ein gesünderes Ich
Das neue Jahr ist nicht nur die Zeit der Vorsätze, sondern eine Einladung, dich selbst besser kennenzulernen. Es geht darum, Raum zu schaffen für das, was dich wirklich bewegt. Du darfst träumen, experimentieren, scheitern und wachsen – alles in deinem eigenen Tempo.
Das Spannende an Neujahrsvorsätzen ist nicht das Ziel, sondern die Reise dorthin: die Höhen, die Tiefen, die kleinen Entdeckungen und die erholsamen Zwischenstopps. Jede Erfahrung zählt!
Vielleicht erreichst du nicht alles, was du dir vorgenommen hast – und das ist manchmal auch gut so. Oft zeigt sich gerade erst unterwegs, was du wirklich brauchst.
Oder, um es mit den Rolling Stones auszudrücken:
„You can’t always get what you want
But if you try sometimes, well, you just might find
You get what you need“
Das ist der Zauber des Aufbruchs: Nicht Perfektion, sondern die Freiheit, dich selbst liebevoll zu begleiten – und offen zu sein für das, was dich wirklich stärkt.

Hallo, ich bin Barbara Leppelt
Ich blogge über mentale Gesundheit, weil mir ein gesundes Arbeits- und Lernumfeld sowie eine Gesellschaft am Herzen liegen, in der wir uns gegenseitig unterstützen und psychische Gesundheit genauso wichtig nehmen wie körperliche.
Ich begleite Menschen wie dich dabei, den Druck aus Alltag, Studium und Beruf zu nehmen, um wieder mehr Leichtigkeit und Ausgeglichenheit zu finden. Gemeinsam schauen wir, wie du besser für dich sorgen kannst – ohne das Gefühl zu haben, andere im Stich zu lassen.
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